Einer meiner Einträge musste diese Überschrift bekommen!
Aber erstmal zum Sachverhalt: die asiatische Dosenmafia ist eine in Kopenhagen weitverbreitete Gruppierung. Es handelt sich meist um Asiaten die auf größeren Festlichkeiten im Öffentlichen Raum, genauso aber auch im alltäglichen Straßenleben, Dosen und Pfandflaschen einsammeln. Das ist ansich nichts neues, allerdings muss ich wirklich sagen dass ich sehr überrascht bin mit welcher Dreistigkeit und Gewieftheit die Leute vorgehen. So kann es schnell passieren dass man mal nicht hinschaut und schon ist eine eigentlich noch halb volle Dose Bier wie weggezaubert.
Also denkt an meine mahnenden Worte wenn ihr mich mal besuchen kommt!
Mir fällt das Schreiben heute wirklich schwer, denn mein Kopf fühlt sich noch etwas zertreten und zermatscht an vom gestrigen Abend. Gestern war ein unheimlich lustiger Tag. Begonnen hat er recht früh für einen Samstag in Dominics Leben; so gegen 9 Uhr. Martin, mein zukünftiger Chef, hat gestern geheiratet und hatte mich zur Reception - der Gratulation des Brautpaares - eingeladen. Bei Sonnenschein wurde dann im Frederikshave - einem Park im Frederiksberg - mit Champagner angestoßen. Also ging der gestrige Tag für mich mit dem ersten Champagnerfrühstück meines Lebens los. Leicht angetüdelt, nach den 2 Stunden auf der Reception, bin ich dann erstmal nach Hause und hab ordentlich aufgekocht und gegessen.
Am Abend bin ich dann auf ein Straßenfest in Nørrebro gegangen. Dachte mir ich geh da einfach mal hin und werd schon irgendwie Leute kennenlernen. Nachdem ich meine ersten zwei Bier alleine getrunken hatte und mi schon überlegt habe wann ich wieder nach Hause fahre, hat es dann auf einmal doch geklappt und schlussendlich hab ich ein paar wirklich coole Leute - Line, Nicolaj und zwei Mädels deren Namen ich vergessen hab - kennengelernt mit denen ich bin in die frühen Morgenstunden hinein noch getrunken und gefeiert habe. Sich zum Affen machen und einfach irgendwelche Leute anlabern lohnt sich also doch, denn der gestrige Abend war mein erster Abend im kopenhagener Nachtleben.
Dafür zahlt mir mein Körper die gestrige Feierei mit einem sehr ausgeprägten Kater heim.
Achja, ehe ichs vergesse, es gibt natürlich noch weitere erfreuliche Neuigkeiten: Ich habe mein Handy vorgestern geschrottet. Anscheinend ist mir in der Nacht ein Glas Wasser umgefallen, und mein Handy lag dann bis zum nächsten Morgen in der Pfütze. Selbst nach einem Tag trocknen lassen und Teilzerlegung funktionieren jetzt ein paar Tasten nicht mehr. Akutes Problem ist, dass ich meinen Pin nicht mehr eingeben kann, also nicht wundern wenn ich nciht erreichbar bin die nächsten Tage.
Muss mal schauen wie ich das lösen kann, aber wenns soweit ist, werdet ihr hier natürlich benachrichtigt.
Ich kraul jetzt meinen Kater ein bisschen. Har det godt alle sammen.
Aug 30, 2009
Aug 27, 2009
Einklinken und mitziehen

Die nächsten Tage werde ihr auf selbstgemacht Fotos meinerseits verzichten müssen. Ich habe meine Cam nach Paris ausgeliehen und dort macht sie hoffentlich mindestens genauso schöne Fotos in der nächsten Woche. Aber soviel dazu - deswegen auch diese "schicke" Kollage da oben. Aber zumindest transportiert sie die zwei essentiellen Nachrichten dieses Eintrags: Code 09 und Kletterturm.
Starte ich mal mit CODE 09. COpenhagen DEsign ist die größte skandinavische Designmesse die während der Copenhagen Designweek - die momentan hier in København stattfindet und überall in der Stadt für Ausstellungen, Events und Parties sorgt - im Bellacenter stattfindet. Ich habe jetzt eine Karte bis einschließlich Sonntag was schon ziemlich genial ist. Rikke hat die Karte durch ihre Arbeit bekommen und an mich weitergegeben; jaja, man sollte diese connection-Sache nicht unterschätzen. Hinzu kommt noch, dass heute Abend ein spezielles Event der Istanbuler Designer Autobahn in der CPH Square Kitchen - ein ziemlich coole Location in einem riesigen Showroom in Valby - auf die ich auch ne Einladung vermittelt bekommen habe. Werde da heute abend mit Rikke und Frida, einer Freundin von ihr, hingehen und wir mischen uns unter das illustre Designervolk, trinken und essen umsonst und feiern bis in die frühen Morgenstunden hinein. Morgen geh ich dann nochmal in aller Ruhe auf die CODE und schau mal wie viel ich schaffe, denn falls nicht alles, hab ich ja noch 2 weitere Tage! Freu mich schon ziemlich auf beide Events.
Soviel aus meinem Leben als Designer und jetzt rüber zum Leben als Normalo.
War gestern das erste Mal hier in Kopenhagen klettern. Nicht weit entfernt von mir - 8 Minuten circa - gibt es einen Outdoorkletterturm. War dort Klettern mit Morton, Peter und Jakob; Morton und Peter sind zwei Jungs die ich hier schon letztes Jahr durch Lena kennengelernt habe. Der Turm ist irgendwas zwischen 12-15 m hoch würde ich sagen und hat wirklich interessante Routen zu bieten. Viel mit Überhängen in der Wand, was ich noch nicht gewohnt bin und neben der neuen Herausforderung auch eine sehr schöne Abwechslung zu den geraden Spritzbetonwänden im Heavens Gate in München sind. Danach durfte ich dann als Testperson eines neues Rezeptes von Rikke herhalten. Es gab Erdbeeren mit grünem Blattsalat, Trauben und einem warmen Balsamico/Sahnedressing. Dazu gabs gebackenen japanischen Kürbis und mit Tymian gebackene Zuchinischeiben. Ich will an dieser Stelle feststellen dass ich mich alles andere beschwere, aber es ist einfach amüsant wenn Rikke einen ihrer Koch- und Ausprobierflashes kriegt. Ich bin wirklich sehr zufrieden hier zu wohnen : ) Danach saßen wir noch zusammen mit Ida einer Freundin von Rikke die zum Essen vorbeikam. Schlussendlich hat der Tag mit ein paar Seiten in meinem Buch geendet.
Und heute alle Augen nach Vorne.
Achja, werd mich heute Nachmittag noch mit Martin, meinem zukünftigen Chef auf nen Kaffee treffen.
Ihr seht langsam aber sicher entwickelt sich hier alles und ich fühle mich wohler und wohler.
Haltet die Ohren steif, und wenn ihr wollt, natürlich nur wenn ihr wollt, dann mach ich euch mal auf diese wahnsinnig komfortable Kommentarfunktion in diesem Blog aufmerksam. Könnte, unter Umständen, eine recht simple Möglichkeit sein um mit mir in Kontakt zutreten ... aber das nur am Rande ; )
Aug 25, 2009
Tragbares Ferngesprächgerät (ohne Kurbel)
Vielleicht etwas spät, aber wie man so schön sagt, lieber später als nie, ich hab ne neue Handynummer +4529112376
ist meine dänische Handynummer jetzt. Allerdings muss man wissen dass ich auf sms nicht wirklich antworten werde, da die für mich sehr sehr teuer sind - dänisches Prepaid und sms auf ausländische Handys verträgt sich nicht - aber anrufen könnt ihr wenn ihr wollt ja auch.
ist meine dänische Handynummer jetzt. Allerdings muss man wissen dass ich auf sms nicht wirklich antworten werde, da die für mich sehr sehr teuer sind - dänisches Prepaid und sms auf ausländische Handys verträgt sich nicht - aber anrufen könnt ihr wenn ihr wollt ja auch.
die letzten Tage ...
... sind vorüber und ich muss hier mal wieder einen Eintrag hinterlassen. Ich fange schon an mich zu schämen dass ich das mit dem täglichen Eintrag jetzt schon nciht auf die Reihe kriege, da wirds spannend wie es werden wird sobald ich mein Praktikum antrete. Aber zu meiner Entschuldigung, jedesmal wenn ich schreiben wollte bin ich doch spontan aus dem Haus und dann hab ichs ziemlich verplant zu schreiben.
Naja wie dem auch sei, die letzten Tage waren die perfekte Mischung aus faulem Nichtstun und unterwegs sein. Am Sonntag war das Wetter so genial dass mich einfach nichts mehr zuhause gehalten hat und ich einfach zum Strand musste. Der Strand ist eine Schau - Sand, blauer Himmel, blaues Meer - man vergisst wirklich dass sich in Kopenhagen befindet und sieht sich vor seinem inneren Auge schon an Mittelmeerstränden. Hab mich da einfach hingelegt, mein Buch dabei gehabt, hab gelesen mir meine Umgebung angeschaut und dann, zu meinem wirklich großen Nachteil, bin ich eingeschlafen. Jetzt hab ich seit besagter Gegebenheit einen derben Sonnenbrand auf meinem Bauch und meiner Brust ... man, aber wenn man einfach zu dämlich ist, dann geschiehts einem schon recht. Bin gestern dann rum gelaufen wie ein riesiger Hummer, zumindest hab ich mich so gefühlt. Gottseidank hatte Rikke eine Aftersun-lotion, die ich fleisig alle 30 minuten aufgetragen hab, mal schaun ob es was bessert ... Am abend bin ich dann noch zu nem Kumpel hier in Kopenhagen gefahren. War echt ein lustiges Beisammensitzen mit 7 Leuten. Auf dem Weg dorthin hab ich die optimale Transportweise für Bier in Kopenhagen gefunden, deswegen kann ich euch mit einem gewissen Stolz das BIld dazu präsentieren:
Ich kann diese Transportweise nur empfehlen, doch ist zu beachten dass man das sixpack mit einer Schnur oder vergleichbarem festmacht, denn sonst kann es sein dass einem in ner Kurve oder ein einem abrupten Ausweichmanöver die kostbare Ladung - und das Sixpack ist hier in Kopenhagen bei den Alkoholpreisen eine teure Ladung - runterfällt und sich in eine Schaumbombe verwandelt. Glaubt mir ist auch schon passiert, um genau zu sein gestern abend als ich unterwegs war mich mit einer Komilitonin aus München zu treffen die grade auch zufällig in Kopenhagen ist. Das war dann auch im großen Maß mein gestriger Tag und Abend. Ich bin gerade sehr dabei einfach nur zu entspannen und zu relaxen, denn die letzten Monate in München waren einfach aufreibend. Nach der Ausstellung und allen Vorbereitungen für hier, tut es wirklich gut einfach aufzustehen und mal gar keinen plan zu haben und einfach so in den Tag hineinleben zu können. Heute wird denke ich ähnlich verlaufen, werd mich nachher mal auf nen Kaffee mit Lena treffen und dann wahrscheinlich einfach chillen und spontan sein wenn sich noch was ergibt. Wünsche euch einen schönen Tag in der Hitze Münchens.
Naja wie dem auch sei, die letzten Tage waren die perfekte Mischung aus faulem Nichtstun und unterwegs sein. Am Sonntag war das Wetter so genial dass mich einfach nichts mehr zuhause gehalten hat und ich einfach zum Strand musste. Der Strand ist eine Schau - Sand, blauer Himmel, blaues Meer - man vergisst wirklich dass sich in Kopenhagen befindet und sieht sich vor seinem inneren Auge schon an Mittelmeerstränden. Hab mich da einfach hingelegt, mein Buch dabei gehabt, hab gelesen mir meine Umgebung angeschaut und dann, zu meinem wirklich großen Nachteil, bin ich eingeschlafen. Jetzt hab ich seit besagter Gegebenheit einen derben Sonnenbrand auf meinem Bauch und meiner Brust ... man, aber wenn man einfach zu dämlich ist, dann geschiehts einem schon recht. Bin gestern dann rum gelaufen wie ein riesiger Hummer, zumindest hab ich mich so gefühlt. Gottseidank hatte Rikke eine Aftersun-lotion, die ich fleisig alle 30 minuten aufgetragen hab, mal schaun ob es was bessert ... Am abend bin ich dann noch zu nem Kumpel hier in Kopenhagen gefahren. War echt ein lustiges Beisammensitzen mit 7 Leuten. Auf dem Weg dorthin hab ich die optimale Transportweise für Bier in Kopenhagen gefunden, deswegen kann ich euch mit einem gewissen Stolz das BIld dazu präsentieren:
Ich kann diese Transportweise nur empfehlen, doch ist zu beachten dass man das sixpack mit einer Schnur oder vergleichbarem festmacht, denn sonst kann es sein dass einem in ner Kurve oder ein einem abrupten Ausweichmanöver die kostbare Ladung - und das Sixpack ist hier in Kopenhagen bei den Alkoholpreisen eine teure Ladung - runterfällt und sich in eine Schaumbombe verwandelt. Glaubt mir ist auch schon passiert, um genau zu sein gestern abend als ich unterwegs war mich mit einer Komilitonin aus München zu treffen die grade auch zufällig in Kopenhagen ist. Das war dann auch im großen Maß mein gestriger Tag und Abend. Ich bin gerade sehr dabei einfach nur zu entspannen und zu relaxen, denn die letzten Monate in München waren einfach aufreibend. Nach der Ausstellung und allen Vorbereitungen für hier, tut es wirklich gut einfach aufzustehen und mal gar keinen plan zu haben und einfach so in den Tag hineinleben zu können. Heute wird denke ich ähnlich verlaufen, werd mich nachher mal auf nen Kaffee mit Lena treffen und dann wahrscheinlich einfach chillen und spontan sein wenn sich noch was ergibt. Wünsche euch einen schönen Tag in der Hitze Münchens.Aug 22, 2009
Design, Bier, Radfahren, Melancholie
Man was ein Tag...
Am besten fängt man beim gestrigen Tag und Abend an.
Gestern hat sich herausgestellt, dass die dänische Bürokratie ähnlich langsame Mühlen hat wie die deutsche. Nachdem ich früh morgens - also für meine Verhältnisse - aufgestanden bin und bei der Staatsverwaltung war um meine residence permission zu beantragen wurde mir mitgeteilt, dass ich in 3 Wochen einen Brief bekomme. 3 Wochen ... man man man, aber so scheint Bürokratie nun mal auf der ganzen Welt zu funktionieren. Im Anschluss an diesen tollen Ausflug in die Welt der Schreibtischhengste hab ich mich mit Matthias und Pia getroffen und bin mit den beiden durch die Innenstadt gezogen. Auf der Liste standen diesesmal die Schlösser Rosenborg und Amalienborg genauso wie die lille havnfru - die kleine Meerjungfrau - und der kopenhagener Hafen. Nachdem wir uns durch Massen an deutschen Touristen, die von der Aida genau zeitgleich mit uns zur kleinen Meerjungfrau gekommen waren, durchgekämpft hatten damit Matthias sein so gewünschtes Foto machen konnte, hab ich mich verabschiedet und bin mit nem Sixpack zu Lena gefahren. Nach ein paar Bier gings dann weiter zur Abschlussausstellung der DKDS - Danmarks Designskole - die wirklich gelungen war. Es waren viele gute Ideen und schöne Sachen dabei. Vorallem hat mich die Spannbreite des gezeigten erstaunt. Von Mode- über Illusrations-, Produktions-, Industrie-, Möbel-, Glas-, Produkt-, Editorialdesign bis hin zu Architekturprojekten wurde alles gezeigt was die diesjährigen Absolventen der DKDS als Abschlussarbeit gemacht haben. Danach gings wieder zu Lena und daraus resultierte der leichte Kater den ich heute Morgen verspürte.
Um 12 Uhr, irgendwann kurz nach dem Aufstehen, war das Wetter sowas von bombastisch dass ich mein Rad den Auslauf gönnen wollte und bin bis nach Dragør geradelt. Dragør ist ganz im Süden auf Amager, der Insel auf der ich lebe. Die Route ist sehr schön, da man am Meer entlang radeln kann und schöne Ausblicke auf den Øresundkanal und die Brücke hat. Ich muss mich nur erst noch an den extremen Wind gewöhnen der immer so die Richtung dreht, dass er immer genau von vorne kommt.

Der Rest des Tages war geprägt vom ziemlichen Fertig-sein und einer ausgeprägten Melancholie. Langsam realisiere ich dass ich hier bin, wirklich und leibhaftig. Mit diesem Verständnis wird einem aber auch bewusst was man alles zurückgelassen hat, das Resultat: Heimweh, Unsicherheit, Melancholie. Es war klar dass es irgendwann soweit sein würde und das gehört auch dazu. Deswegen Arschbacken zusammenkneifen und durch die Mitte durch, den Blick immer nach vorne. Schöne Grüße an euch alle.
Am besten fängt man beim gestrigen Tag und Abend an.
Gestern hat sich herausgestellt, dass die dänische Bürokratie ähnlich langsame Mühlen hat wie die deutsche. Nachdem ich früh morgens - also für meine Verhältnisse - aufgestanden bin und bei der Staatsverwaltung war um meine residence permission zu beantragen wurde mir mitgeteilt, dass ich in 3 Wochen einen Brief bekomme. 3 Wochen ... man man man, aber so scheint Bürokratie nun mal auf der ganzen Welt zu funktionieren. Im Anschluss an diesen tollen Ausflug in die Welt der Schreibtischhengste hab ich mich mit Matthias und Pia getroffen und bin mit den beiden durch die Innenstadt gezogen. Auf der Liste standen diesesmal die Schlösser Rosenborg und Amalienborg genauso wie die lille havnfru - die kleine Meerjungfrau - und der kopenhagener Hafen. Nachdem wir uns durch Massen an deutschen Touristen, die von der Aida genau zeitgleich mit uns zur kleinen Meerjungfrau gekommen waren, durchgekämpft hatten damit Matthias sein so gewünschtes Foto machen konnte, hab ich mich verabschiedet und bin mit nem Sixpack zu Lena gefahren. Nach ein paar Bier gings dann weiter zur Abschlussausstellung der DKDS - Danmarks Designskole - die wirklich gelungen war. Es waren viele gute Ideen und schöne Sachen dabei. Vorallem hat mich die Spannbreite des gezeigten erstaunt. Von Mode- über Illusrations-, Produktions-, Industrie-, Möbel-, Glas-, Produkt-, Editorialdesign bis hin zu Architekturprojekten wurde alles gezeigt was die diesjährigen Absolventen der DKDS als Abschlussarbeit gemacht haben. Danach gings wieder zu Lena und daraus resultierte der leichte Kater den ich heute Morgen verspürte.
Um 12 Uhr, irgendwann kurz nach dem Aufstehen, war das Wetter sowas von bombastisch dass ich mein Rad den Auslauf gönnen wollte und bin bis nach Dragør geradelt. Dragør ist ganz im Süden auf Amager, der Insel auf der ich lebe. Die Route ist sehr schön, da man am Meer entlang radeln kann und schöne Ausblicke auf den Øresundkanal und die Brücke hat. Ich muss mich nur erst noch an den extremen Wind gewöhnen der immer so die Richtung dreht, dass er immer genau von vorne kommt.

Der Rest des Tages war geprägt vom ziemlichen Fertig-sein und einer ausgeprägten Melancholie. Langsam realisiere ich dass ich hier bin, wirklich und leibhaftig. Mit diesem Verständnis wird einem aber auch bewusst was man alles zurückgelassen hat, das Resultat: Heimweh, Unsicherheit, Melancholie. Es war klar dass es irgendwann soweit sein würde und das gehört auch dazu. Deswegen Arschbacken zusammenkneifen und durch die Mitte durch, den Blick immer nach vorne. Schöne Grüße an euch alle.
Aug 20, 2009
Amager-Frederiksberg-Nørrebro-Sundby

Viel gelaufen heute. Hab mich ja, wie heute Mittag bereits erwähnt, mit Pia und Matthias in der Stadt getroffen, um genauer zu sein am Frederiksberg Rådhus - dem Rathaus der Kommune Frederiksberg. Von dort aus ging die Route die uns ihr Reiseführer gewiesen hat einmal quer durch Frederiksberg runter bis an die künstlichen Seen, dann rüber nach Nørrebro, die Nørrebrogade hinauf und dann durch die vielen kleinen Nebenstraßen, vorbei an den unzähligen kleinen Boutiquen, Szene-, Secondhand-, Antiqutätenläden und Straßencafés, zum Assistens Kirkegård. Dieser Friedhof ist ein doch eher besonderer da auf ihm seit einigen hundert Jahren die wichtigsten Persönlichkeiten Kopenhagens beerdigt werden. Nørrebro ist neben den geschichtlichen Stätten auch ein sehr junges Viertel. Es leben dort viele junge Menschen, Studenten, Künstler, Kreative, was sich natürlich im Stadtgefühl und dem Straßenbild wiederspiegelt. Auf diesem Streifzug durch Kopenhagen war natürlich die Kamera mein treuer Begleiter.Hab ein paar Fotos rausgesucht um ein zwei Eindrücke der Tour wiederzugeben.

Sebstverständlich dürfen die Fahrräder nicht fehlen. Die Københavner haben das Radeln förmlich im Blut. Überall sind Fahrräder und die sind aus dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken. Dabei schaffen es die Leute hier Style und Fahrrad super zu verbinden. Es bieten sich einem wahre Augenweiden, seien es die Räder - von superstylische Fixies über Hightech Rennräder bis hin zu wunderschönen alten Hollandrädern - genauso wie ihre meist sehr sehr ansehnlichen weiblichen Beweger.

So, jetzt heißt es für mich Schlussmachen für heute. Muss morgen früh raus um meine Behördengänge noch zu erledigen bevor das Wochenende die Bürokratie lahmlegt. Hab mittlerweile all meine Unterlagen zusammen - bis auf die Passfotos, aber die mache ich morgen in so ner winzigen Kabine in der Ubahn - und daher sollte alles recht zügig gehen. Danach werde ich dann den restlichen Nachmittag mit Matthias und Pia in der Stadt verbringen und die beiden erneut bei ihren Streifzügen durch Kopenhagens Kultur begleiten und mich am Abend dann zur Vernissage der Abschlussausstellung der diesjährigen Absolventen der DKDS - Danmarks Designskole - begeben. Wird bestimmt ein guter Tag und ein lustiger Abend. Und wer weiss, vielleicht kann ich dann morgen Abend bereits darauf enstoßen offiziell ein Kopenhagener zu sein ... man wird sehen.
Moonworker
Gestern war ein wirklich interessanter Tag, sehr ereignisreich. Begonnen hat er mit den Klempnern die früh morgens auf der Matte standen um ein Rohr, das am vortag bei uns in der Küche gebrochen ist, zu ersetzen. Dafür musste ich vorgestern schon die halbe Küche demontieren damit man an das Rohr rankommen konnte. Dieser Wechsel war mit einiger Halligalli verbunden da das Rohr von über uns in die Wohnung unter uns geht und komplett ausgetauscht werden sollte, wofür es bei uns in der Küche zerdeppert werden musste. Nunja, allso spannend war das ganze nicht, ich gebs ja zu, aber es war ein interessanter Tagesstart.
Das Hauptprogramm des gestrigen Tages war ja wie schon vor ein paar Tagen geschildert der Einkauf bei Ikea. Ich bin wie versprochen brav geblieben und hab nicht allzu viel gekauft, denn die wirklich guten Sachen will ich am Wochenende bei nem sehr großen und angeblich auch sehr guten Flohmarkt bei mir ganz in der Nähe erstehen. Muss mal schauen ob sich da das eine oder andere Schnäppchen machen lässt! Da mein Bruder gestern mit Pia seiner Freundin hier nach Kopenhagen gekommen ist habe ich nciht nur die letzten meiner in München eingepackten Sachen bekommen, sondern es hat sich ebenfalls die tolle Möglichkeit geboten mit dem Auto den Einkauf bei Ikea zu begehen. Nach dem zwei stüdigen Besuch bei den Schweden war noch etwas Touri spielen angesagt. Abendspaziergänge durch Kopenhagen und ein kaltes Sixpack Carlsberg-Bier auf dem Kai am Nyhavn waren ein schöner Ausklang des gesterigen Tages.
Zuhause angekommen hieß es aber nicht gleich ins schöne neue Bett sondern erstmal sah es so aus:

Da das nicht wirklich eine Situation ist die ich als gemütlich interpretieren würde hab ich mich dann noch von 23:32 bis ca 1 Uhr daran gemacht mein Bett aufzubauen. Dank den gutgestalteten, äußerst detailierten und gut beschriebenen Ikeabauanleitungen musste ich nur 2 mal den Lattenrost wieder stückweise rückbauen und die Zeit verging so wie im Fluge.
Aber entschädigt wurde ich auch. Nachdem ich heute morgen nach einer geruhsamen Nacht in dem eigenen Bett von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurde, hab ich mich gleich drann gemacht die letzten Spuren des umzugschaoses zu beseitigen und ich muss sagen, langsam hat das Zimmer doch einen recht gemütlichen Charakter angenommen. Und so kann ich euch voller Stolz mein neues Reich präsentieren.

Macht einen ganz guten Eindruck, oder? Nunja, ich fühle mich wohl, und das ist ja die Hauptsache. In einer halben Stunde werde ich beginnen den Geschirrspüler, der schon vor einiger Zeit seinen Dienst versagt hat und seitdem einfach unnötig Platz in der Küche raubt, und einen alten ebenfalls in die Jahre gekommen Fernseher zum lokalen Sperrmüll fahren. Beziehungsweise müssen diese beiden Schätze der modernen Lebenskultur erst noch aus dem vierten Stock hinab auf Straßenniveau getragen werden. Sobald das geschafft ist werd ich mich mit Matthias und Pia treffen und ganz unverschämt Tourist spielen. Werd mir meine Cam umhängen und dann alles knippsen was mir vor die Linse kommt. Vielleicht auch noch weiße Tennissocken und meine Flipflops kombinieren ... hmmm eine Überlegung wert. Ihr seht es tut sich was hier in Kopenhagen. Werd mich jetzt mal daran machen die Opvaskemaskiner aus der Küchenzeile zu entfernen. Hals- und Beinbruch.
Das Hauptprogramm des gestrigen Tages war ja wie schon vor ein paar Tagen geschildert der Einkauf bei Ikea. Ich bin wie versprochen brav geblieben und hab nicht allzu viel gekauft, denn die wirklich guten Sachen will ich am Wochenende bei nem sehr großen und angeblich auch sehr guten Flohmarkt bei mir ganz in der Nähe erstehen. Muss mal schauen ob sich da das eine oder andere Schnäppchen machen lässt! Da mein Bruder gestern mit Pia seiner Freundin hier nach Kopenhagen gekommen ist habe ich nciht nur die letzten meiner in München eingepackten Sachen bekommen, sondern es hat sich ebenfalls die tolle Möglichkeit geboten mit dem Auto den Einkauf bei Ikea zu begehen. Nach dem zwei stüdigen Besuch bei den Schweden war noch etwas Touri spielen angesagt. Abendspaziergänge durch Kopenhagen und ein kaltes Sixpack Carlsberg-Bier auf dem Kai am Nyhavn waren ein schöner Ausklang des gesterigen Tages.
Zuhause angekommen hieß es aber nicht gleich ins schöne neue Bett sondern erstmal sah es so aus:

Da das nicht wirklich eine Situation ist die ich als gemütlich interpretieren würde hab ich mich dann noch von 23:32 bis ca 1 Uhr daran gemacht mein Bett aufzubauen. Dank den gutgestalteten, äußerst detailierten und gut beschriebenen Ikeabauanleitungen musste ich nur 2 mal den Lattenrost wieder stückweise rückbauen und die Zeit verging so wie im Fluge.
Aber entschädigt wurde ich auch. Nachdem ich heute morgen nach einer geruhsamen Nacht in dem eigenen Bett von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wurde, hab ich mich gleich drann gemacht die letzten Spuren des umzugschaoses zu beseitigen und ich muss sagen, langsam hat das Zimmer doch einen recht gemütlichen Charakter angenommen. Und so kann ich euch voller Stolz mein neues Reich präsentieren.

Macht einen ganz guten Eindruck, oder? Nunja, ich fühle mich wohl, und das ist ja die Hauptsache. In einer halben Stunde werde ich beginnen den Geschirrspüler, der schon vor einiger Zeit seinen Dienst versagt hat und seitdem einfach unnötig Platz in der Küche raubt, und einen alten ebenfalls in die Jahre gekommen Fernseher zum lokalen Sperrmüll fahren. Beziehungsweise müssen diese beiden Schätze der modernen Lebenskultur erst noch aus dem vierten Stock hinab auf Straßenniveau getragen werden. Sobald das geschafft ist werd ich mich mit Matthias und Pia treffen und ganz unverschämt Tourist spielen. Werd mir meine Cam umhängen und dann alles knippsen was mir vor die Linse kommt. Vielleicht auch noch weiße Tennissocken und meine Flipflops kombinieren ... hmmm eine Überlegung wert. Ihr seht es tut sich was hier in Kopenhagen. Werd mich jetzt mal daran machen die Opvaskemaskiner aus der Küchenzeile zu entfernen. Hals- und Beinbruch.
Aug 19, 2009
don't forget the working place
Dieser Blog wird nur über mein Leben und meine Erfahrungen berichten. Meine hier entstehenden Arbeiten und werde ich, nach wie vor, auf schloegeln.blogspot.com online stellen. Så vi ses.
Aug 18, 2009
Støttekoncert auf dem Radhausplatz

Dänische Bürokratie ist annähernd komplex wie die deutsche ... Nachdem ich ganz fleisig bereits im Borgerservice - dänisches KVR - meine Nummer gezogen und gewartet habe wurde mir mitgeteilt dass ich bevor ich meinen 2. Wohnsitz in Kopenhagen melden kann und damit verbunden die CPR-kort - eine Art Sozialversicherungsnummer die man einfach für alles braucht, eben auch für das Einrichten eines Kontos - bekommen kann, ich erst eine Residence permission benötige die ich aber nur wo anders beziehen kann. Also rauf aufs Radl und 15 min bei Gegenwind radeln um wieder ne Nummer zu ziehen und zu warten. Dort erfuhr ich was alles benötigt wird um diese residence permission zu bekommen und muss jetzt die nächsten Tage die Liste abarbeiten ... Bürokratie funktioniert anscheinend auf der ganzen Welt nach dem ABM-Prinzip. Dafür wurde ich später entschädigt. Heute war auf dem Radhausplatz im Zentrum eine Kundgebung mit anschließendem Konzert. Demonstriert wurde gegen die Regierung, die irakische Asylanten aus dem Land werfen will, und das im großen Maßstab: so ungefähr 5000 Menschen waren da. Passend zum Sonnenschein gabs dann auch viel für die Ohren, gute 5 Stunden lang haben verschiedene Bands oder Solokünstler performt, darunter auch Outlandish. Jetzt gehts ins Bett damit ich morgen fit bin für den Ikea-rush.
.jpg)
Auf den Fotos könnt ihr nochmal ein paar Eindrücke des Benifizkonzerts sehen.
Godmorgen
Die erste Nacht ist vorüber und Frühstück gemacht. Die Sonne scheint und man ist frisch geduscht. Der Himmel ist blau und mich hält nichts mehr in der Bude. Werd mich aufs Rad schwingen und in die Stadt radeln - in den Kampf gegen die Bürokratie. Ich muss mich bei der Stadt Kopenhagen melden und dann weiter zur Bank und ein Konto eröffnen. Bin gespannt ob die dänische Bürokratie ähnlich kacke ist wie die deutsche; drückt mir die Daumen dass dem nicht so ist. Danach werd ich mich mal auf die Suche nach einer Nachttischlampe begeben. Die muss her bevor es dann morgen zum IKEA (bitte verzeiht mir, aber wenn es hilft: mir ist selbst nicht wohl dabei, aber mein Budget ist einfach begrenzt und ich versprechs: ich kauf nur ne Matraze und ein Lattenrost!) geht.
Jetzt muss ich die Sonne genießen solange sie noch scheint, denn beim dänischen Wetter weiß man nie wann es wechselt.
Hej København!

Hej til København! Hallo in Kopenhagen! Nach 15 Stunden Zugfahrt bin ich gestern um 9:51 Uhr am Københavns Hovedbanegård angekommen - man könnte durchaus sagen dass ich in meinem neuen Leben angekommen bin.
Ich hatte nicht erwartet dass soviel an Gefühlen und Gedanken auf mich einprasseln würde aber die Freude übersteigt bei weitem die restlichen Emotionen. Der gestrige Tag war verwirrend und sehr schnell vorbei; zumindest kam es mir durch meine extreme Müdigkeit so vor. Nach meiner Ankunft und der ersten Besichtigung der Wohnung hab ich erstmal versucht mit den wenigen Habseeligkeiten die ich bei mir habe mein Zimmer "einzurichten" - das Ergebnis könnt ihr oben betrachten. die Fenster gehen nach Osten und da wir im obersten Stockwerk des Gebäudes wohnen werde ich wohl jeden Morgen mit Sonnenschein geweckt ... man will sich ja nciht beschweren. Gestern bin ich noch kurz in der Nachbarschaft unterwegs gewesen um mir mal ein bisschen ein BIld von Amager, das Viertel in dem ich jetzt wohne, zu machen. Auch hab ich mir eine kleine Ausfahrt mit dem Rad zum Strand gegönnt, der in 5 Minuten erreicht ist und von dem man aus einfach am Wasser entlang radeln kann. Ich bin gespannt was noch alles auf mich wartet, wie die nächsten Tage werden und wann ich endlich realisiere was hier passiert.
Subscribe to:
Posts (Atom)